Streaming-TV: Wie viele Reisebuchungen entstehen zusätzlich?
Wie viele Reisebuchungen bringt ein Spot im Streaming-TV?
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Criteo, die französische Plattform für Commerce Media, will 2027 auch in Deutschland Werbung auf vernetzten Fernsehern (CTV) anbieten. Mit Criteo können Marken und Händler u. a. auf Basis von Einkaufsdaten Werbeplätze buchen und spätere Käufe den Werbekontakten zuordnen.
Als Beispiel für erfolgreiches Werben auf CTV nennt Criteo eine Reiseplattform mit einem 61-fachen ROAS. Pro Euro Werbeausgaben wurden der Kampagne also 61 Euro Umsatz zugerechnet. Nur: Wie viele dieser Reisen wären auch ohne den Spot gebucht worden? Criteo legt nicht offen, ob es eine Kontrollgruppe ohne CTV-Spots gab. Das würde ich mit einem Inkrementalitätstest prüfen.
Schaut man auf den breiten E-Commerce-Markt, führen nach gängigen Analytics-Maturity-Schätzungen deutlich unter 5 % der Unternehmen regelmäßig echte Geo-Holdout-Tests durch. Der Großteil optimiert weiterhin auf plattform-eigene Klick-Daten.
Der Grund ist klar: Bei einem Geo-Holdout braucht es zusätzlich statistisches und Tool-Know-how, und der Holdout bedeutet für den Werbetreibenden auch kurzfristigen Umsatzverzicht. Aber die Erkenntnisse daraus können um ein Vielfaches wertvoller sein.
Wenn mir eine Werbeplattform oder Agentur einen hohen ROAS (der letztlich ein zu kurz gedachtes Maß ist) nennt, frage ich immer, wie viel zusätzlichen Umsatz die Kampagne gebracht hat - und wie das gemessen wurde.
Quelle: Criteo






