Google automatisiert Performance Marketing. Das wirtschaftliche Urteil bleibt beim Unternehmen.
Google übernimmt im Performance Marketing immer mehr operative Entscheidungen. Letzte Woche hat das Unternehmen mehrere Updates für seine Measurement-Produkte vorgestellt. Im Kern geht es darum, First-Party-Daten der Werbetreibenden besser einzubinden und die Wirkung von Marketinginvestitionen besser beurteilen zu können.
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Konkret erweitert Google den Data Manager zur Anbindung eigener Datenquellen. In Google Ads kommt eine Kennzahl hinzu, die den zusätzlichen Beitrag des First-Party-Data-Setups zur Conversion-Messung zeigen soll. Und mit Meridian und GeoX baut Google die Möglichkeiten aus, Marketingwirkung über Modelle und regionale Experimente zu untersuchen.
Die Richtung ist klar: Google automatisiert seit Jahren immer mehr von dem, was früher zum operativen Handwerk im Performance Marketing gehörte: Gebote, Zielgruppen, Ausspielung, Kampagnensteuerung und zunehmend auch Creatives. Es wird eine Black Box.
Was ist dann noch die Rolle der Performance Marketer? Sie müssen Antworten auf Fragen geben, die zunehmend eine Ebene höher liegen: Welche Daten helfen bei der Steuerung? Welche Verkäufe wären auch ohne unsere Werbung entstanden? Und welchen zusätzlichen Umsatz erzeugt unser Marketing tatsächlich?
Google wird die Optimierung innerhalb seiner Systeme immer stärker automatisieren. Aber die wirtschaftlichen Ziele, die Qualität der Datengrundlage und die Bewertung des tatsächlichen Geschäftseffekts bleiben Aufgaben des Unternehmens.
Im Performance Marketing gewinnt damit die Kompetenz zu verstehen, welche Kunden wertvoll sind, welche Daten bei der Steuerung helfen und wo Marketing tatsächlich zusätzlichen Geschäftserfolg erzeugt, immer mehr an Bedeutung.
Daran sollten gute Performance Marketer gemessen werden – die Ansprüche an sie steigen immens.
Quelle: Google Ads & Commerce, 10.09.2026.






